Erleben Sie die dienstälteste Dampflok der Welt! Die 671 wurde im Jahr 1860 von der Südbahngesellschaft beschafft. Diese Lokomotiven besorgten den Güterzugdienst auf den Strecken der Südbahn und kamen so während der Betriebsführung durch die Südbahn auch auf den GKB-Strecken zum Einsatz. Sie wurde niemals außer Dienst gestellt und ist somit die dienstälteste Schlepptender-Dampflokomotive der Welt!

Dank reger Beteiligung an der BAUSTEINAKTION konnte die 671 in den Jahren 2002/03 wieder einer Hauptreparatur zugeführt werden. Die erste erfolgreiche Ausfahrt fand am 6.9.2003 statt.

Wir bedanken uns bei der GKB für die großzügige Unterstützung, vor allem bei der Werkstätte die uns mit Rat und Tat geholfen hat. Unser Dank gilt auch allen Spendern und ganz besonders allen unentgeltlich arbeitenden Mitarbeitern, die es ermöglicht haben, diese einzigartige Maschine wieder in den betriebsfähigen Zustand zu setzen!

Geschichte der Dampflok 671

Die österreichische Südbahngesellschaft beschaffte in den Jahren 1860 bis 1872 über 200 Lokomotiven der Baureihe 29. Zu ihnen zählte auch die im Jahre 1860 von der k.k.priv. Lokomotivfabrik der Staatseisen- Bahngesellschaft in Wien gebaute 671. Die Lokomotiven der Reihe 29 besorgten den Güterzugsdienst auf den Strecken der Südbahn und kamen so während der Südbahnbetriebsführung auch auf den GKB-Strecken zum Einsatz.

Nach Auflösung der Südbahn im Jahre 1924 verblieben 18 Stück bei der GKB oder gelangten über die ÖBB dorthin. Als letzte von ihnen steht die 671 noch heute betriebsbereit zur Verfügung. Sie darf somit wohl als älteste, immer im Stande einer Bahnverwaltung geführte Dampflokomotive der Welt bezeichnet werden!

In den Jahren 1975 bis 1978 wurde die von der GKB bereits abgestellte 671 auf Initiative und unter Mitarbeit der StEF einer Hauptausbesserung unterzogen und fuhr dann 10 Jahre lang vor Sonderzügen, bis dann 1988 wieder eine Hauptreparatur notwendig wurde. Im Zuge dieser Ausbesserung wurde der Kobelschornstein durch einen der Ursprungsausführung entsprechenden, für Südbahnlokomotiven typischen Kegelschornstein (Stanitzel-Rauchfang) ersetzt.

Nach Ablauf der Kesselfrist im Frühjahr 2001 und dem damit verbundenen notwendigen Neubaukessel, wurden für die Hauptreparatur der 671 mittels der BAUSTEINAKTION, Spenden, Unterstützung vom Bundesdenkmalamt und der an die Bahn angrenzenden Gemeinden die notwendigen finanziellen Mittel aufgebracht. So konnte die 671 vom Juli 2002 bis September 2003 einer Hauptreparatur unterzogen werden.

Am 14.1.2002 wurde die Dampflok 671 vom Bundesdenkmalamt unter Denkmalschutz (GZ 29588/1/2002 v. 14.1.2002, gemäß §§ 1 und 3 . des BG vom 25.9.1923, BGB1 Nr. 533/23 Denkmalschutzgesetz in Fassung BGB1 I Nr. 170/1999) vom BGB1 gestellt. Sie ist somit das einzige fahrende Denkmal der Steiermark!

 

 Technische Daten der Dampflok 671

Betreiber GKB Achsstände Lok 1.550 - 1.400 mm
Bauart C-n² Achsen Tender 3
Fabriknummer StEG 504 Achsstände Tender 1.550 - 1.450 mm
Baujahr 1860 Gesamtachsabstand 9.890 mm
Tfz Bezeichnung BR 29 - 671 Länge über Puffer 14.246 mm
Traktion Dampf Dienstgewicht 65,6 t
Kesseldruck 9 bar maximales Gewicht Tfz 38,3 t
Rostfläche 1,59 m² maximales Gewicht Tender 27,3 t
Verdampfungsheizfläche 128,5 m² maximale Achslast 13,0 t
Äußere Steuerung Bauart Stephenson Kohlevorrat 7,2 t
Innere Steuerung Flachschieber Wasservorrat 8,4 m³
Zylinderdurchmesser 460 mm Bremse Druckluft
Leistung 386 PSi Bezeichnung Knorr - G
Spurweite 1.435 mm Bremsgewichte G = 18 t
Rmin 100 m Festhaltebremse Handspindelbremse
Treibraddurchmesser 1.285 mm Bremsgewicht Hd = 18 t
Gesamt Achsenzahl 6