Geschichte der Dampflok 671

Foto Dampflok 671

Die österreichische Südbahngesellschaft beschaffte in den Jahren 1860 bis 1872 über 200 Lokomotiven der Baureihe 29. Zu ihnen zählte auch die im Jahre 1860 von der k.k.priv. Lokomotivfabrik der Staatseisen- Bahngesellschaft in Wien gebaute 671. Die Lokomotiven der Reihe 29 besorgten den Güterzugsdienst auf den Strecken der Südbahn und kamen so während der Südbahnbetriebsführung auch auf den GKB-Strecken zum Einsatz.

Nach Auflösung der Südbahn im Jahre 1924 verblieben 18 Stück bei der GKB oder gelangten über die ÖBB dorthin. Als letzte von ihnen steht die 671 noch heute betriebsbereit zur Verfügung. Sie darf somit wohl als älteste, immer im Stande einer Bahnverwaltung geführte Dampflokomotive der Welt bezeichnet werden!

In den Jahren 1975 bis 1978 wurde die von der GKB bereits abgestellte 671 auf Initiative und unter Mitarbeit der StEF einer Hauptausbesserung unterzogen und fuhr dann 10 Jahre lang vor Sonderzügen, bis dann 1988 wieder eine Hauptreparatur notwendig wurde. Im Zuge dieser Ausbesserung wurde der Kobelschornstein durch einen der Ursprungsausführung entsprechenden, für Südbahnlokomotiven typischen Kegelschornstein (Stanitzel-Rauchfang) ersetzt.

Nach Ablauf der Kesselfrist im Frühjahr 2001 und dem damit verbundenen notwendigen Neubaukessel, wurden für die Hauptreparatur der 671 mittels der BAUSTEINAKTION, Spenden, Unterstützung vom Bundesdenkmalamt und der an die Bahn angrenzenden Gemeinden die notwendigen finanziellen Mittel aufgebracht. So konnte die 671 vom Juli 2002 bis September 2003 einer Hauptreparatur unterzogen werden.

Am 14.1.2002 wurde die Dampflok 671 vom Bundesdenkmalamt unter Denkmalschutz (GZ 29588/1/2002 v. 14.1.2002, gemäß §§ 1 und 3 . des BG vom 25.9.1923, BGB1 Nr. 533/23 Denkmalschutzgesetz in Fassung BGB1 I Nr. 170/1999) vom BGB1 gestellt. Sie ist somit das einzige fahrende Denkmal der Steiermark!